Burgmuseum Bodenteich: ENDE Sonderausstellungen „Bilder der Burg Bodenteich vor der Renovierung“ und „Fotoapparate von Lukas Markmann“

Die Museumssaison 2026 beginnt am Karfreitag, dem 03. April um 14:00 Uhr und endet am 03.10.2026 mit dem Tag der Deutschen Einheit. In diesem Jahr gibt es zwei kleine Sonderausstellungen zum Thema „Bilder der Burg Bodenteich vor der Renovierung“ und „Fotoapparate von Lukas Markmann“.
Am Karfreitag hat dort die neue Saison begonnen. Am gesamten Osterwochenende lädt das Burgmuseum jeweils von 14 bis 17 Uhr zum Besuch ein. Noch bis zum 3. Oktober ist es jeden Samstag und Sonntag sowie an Feiertagen zu den genannten Zeiten geöffnet. Der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten.
Eine große Vitrine im Museum enthält etwa 30 Exponate, die Lukas Markmann unter anderem auf Flohmärkten erworben hat. „Seine Tante Jennifer Spruth ist Mitglied im Förderkreis Burg Bodenteich und hat in einer Vorstandssitzung vorgeschlagen, dass wir die Fotoapparate und Filmkameras mal ausstellen könnten“, erzählt Harro Blunk, ehemaliger stellvertretender Vorsitzender des Förderkreises, der AZ. Er ist Lukas Markmann sehr dankbar, dass er dem Museum die Exponate ausgeliehen hat.
Klackendes Geräusch beim Auslösen
Eines der ältesten Ausstellungsstücke ist die „Agfa-Box“ aus den 1930er-Jahren. Der kleine Apparat im markanten Kastenformat wurde wegen seines günstigen Preises auch „Volkskamera für die kleinen Leute“ genannt. Auch eine „Agfa Clack“ ist im Burgmuseum zu sehen. Sie sieht ebenfalls wie eine Box aus, wirkt mit ihrem Kunststoffgehäuse und dem Durchsichtsucher aber schon wie eine gewöhnliche Kamera. „Der Name stammt vom klackenden Geräusch des Auslösers“, erklärt Dieter Warnecke, Beisitzer im Förderkreis.
Auch ein Schmalfilm-Projektor und eine Polaroid-Sofortbildkamera können die Besucher bestaunen, ebenso historische Werbeplakate bekannter Hersteller von Fotoapparaten. Außerdem bieten Klapptafeln mit Texten und Bildern einen Überblick über die Geschichte der Fotografie. Zusammengestellt wurden diese Informationen von Dieter Warnecke.
Zu sehen ist unter anderem das erste erfolgreich aufgenommene und erhaltene Foto der Welt. Die 1826 von Joseph Nicéphore Niépce in Frankreich angefertigte Aufnahme trägt den Titel „Blick aus dem Arbeitszimmer von Le Gras“.
Alte Fotos zeigen Burg vor der Renovierung
Das Museum bietet aber noch eine zweite neue Ausstellung. Dabei veranschaulichen historische Fotos, wie die Burg Bodenteich vor der Renovierung in der 1970er- und 1980er-Jahren aussah. Die von Harro Blunk und Edmund Gähring zusammengestellten Bilder zeigen beispielsweise das alte Gewölbe des Braukellers. „Den haben Kinder früher als Spielplatz genutzt. Aus Sicherheitsgründen wurde der Braukeller zugeschüttet, hat man sich damals erzählt“, berichtet Warnecke.
Auf einem anderen Foto erkennt man, dass der Braukeller einst auch als Lager genutzt wurde. „Da steht ein Barren des Männer-Turnvereins Bodenteich, des Vorgängers des heutigen TuS“, schildert Blunk. Deutlich wird beim Betrachten der Fotos, dass die Burg vor der Renovierung eine Ruine war. Viele Räume waren verfallen. Zugleich erinnern die Aufnahmen an Gebäudeteile, die längst abgerissen wurden, etwa an den Schweinestall und das winzige Waschhaus. „Nur von diesem Haus konnte man damals in den Burgturm gelangen“, erklärt Blunk.
Eine weitere Aufnahme zeigt eine alte Küche im Haupthaus der Burg mit einem Ofenrohr an der Wand. „Es war schon recht abenteuerlich, wie man hier gewohnt hat“, sagt Blunk. Sein Blick fällt auf den Bildrand: Dort liegen abgenutzte Matratzen auf dem Boden. „In dem Raum haben früher Obdachlose übernachtet“, weiß er.
Bernd Schossadowski
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Der Eintritt ist frei, das Museumsteam freut sich aber über Spenden bei Ihrem Besuch!