Wipperau-Kurier :: Willkommen
 
Das Magazin für Land & Leute im Ostkreis Uelzen und Umgebung.
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   Aktuell und regelmäßig liefert der Wipperau-Kurier, das Magazin für Land und Leute des Ostkreises Uelzen und des angrenzenden Wendlandes, Informationen für unsere Region – aus unserer Region.
Porträts, Reportagen, Interviews und Hintergrundberichte: Der Wipperau-Kurier stellt regionale Wirtschaftsbetriebe und interessante Persönlichkeiten vor, informiert über aktuelle Themen aus der Kommunalpolitik, lässt die heimische Geschichte lebendig werden, porträtiert lohnende Ausflugsziele und gibt Veranstaltungstipps.
Der Wipperau-Kurier erscheint alle drei Monate (Februar, Mai, August, November) und wird kostenlos an alle Haushalte der Samtgemeinde Rosche  über die Deutsche Post AG sowie über zahlreiche Auslagestellen im regionalen Handel verteilt.


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Titelgeschichte: 28. Kulturelle Landpartie

Fantasie an die Macht!

121 Wunde.r.Punkte, 611 Ausstellungen, 858 Veranstaltungen. In den Tagen zwischen Himmelfahrt und Pfingsten, genauer: vom 25. Mai bis zum 5. Juni 2017, zeigen die Wendländer wieder, wie vielseitig das Leben hier ist.

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Auch eine Art von Teamwork bei der Kulturellen Landpartie: die Luftakrobatik von Lou und Leni, zu sehen in Beesem Nr. 20.
Foto: Kulturelle Landpartie


Die 28. Kulturelle Landpartie (KLP) mit insgesamt 1712 Terminen, verteilt über einen gesamten Landstrich, ist nicht nur das größte selbst organisierte Kulturfestival Norddeutschlands, sondern in ihrer Geschichte und Ausrichtung wohl buchstäblich einzigartig auf der Welt. „Es ist ein Zusammenwirken vieler höchst unterschiedlicher Künstler, Handwerker, Kunsthandwerker, Philosophen, Politologen, Lebenskünstler, Musiker, Bauern und Artisten, die sich die Zeit nehmen für Gäste und Interessierte, ihr Haus, ihren Hof zwischen Himmelfahrt und Pfingsten zu öffnen“. So versucht Monika Bischoff vom Veranstalterverein Kulturelle Landpartie e. V. das Konzept  zusammenzufassen – und wirft damit ungewollt bei ahnungslosen Besuchern vermutlich mehr Fragen auf, als sie beantwortet. Um zu verstehen, welche Bedeutung das Ereignis in der Region hat, in welchen chaotischkreativen Ausnahmezustand es die Menschen hier versetzt, muss man die Geschichte dahinter kennen. Sie beginnt in den 1980er-Jahren auf dem Hof Kukate von Michael und Inge Seelig im Landkreis Lüchow-Dannenberg. „1985 organisierten wir den ersten Pfingstmarkt auf unserem Hof in Kukate. Mit Kunsthandwerk, Kulturveranstaltungen und Bioküche wollten wir Menschen zu uns einladen und ihnen zeigen, was hier zerstört werden soll. – Nach dem Motto: Kommt her und guckt uns an!“, erklärt Michael Seelig die Anfänge in einem Interview mit dem Wipperau-Kurier aus dem vergangenen Jahr. Es war die Zeit, in der die Proteste gegen die Atommülllager in Gorleben ihren Höhepunkt erreichten.


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Musikperformance von Uschi Herzog, zu sehen auf der Wiese bei der alten Schule in Zadrau.
Foto: Kulturelle Landpartie


Seht euch an, was ihr hier zerstört!

Auch wenn die Energiewende heute als beschlossene Sache gilt: Das Problem der Atommülllager in Gorleben und anderswo auf der Welt ist damit nicht gelöst. Und so legen die Veranstalter bis heute, jedes Jahr aufs Neue, den Finger in die Wunde: Seht euch an, was ihr hier zerstört! Der Aufruf „Kommt her und guckt uns an!“ freilich ist im Laufe der Jahre immer erfolgreicher geworden. Michael Seelig: „Nach fünf Jahren platzte unser Pfingstmarkt aus allen Nähten. Es kamen immer mehr Besucher und wir merkten, dass wir den Markt dezentralisieren müssen.“ Das Grundkonzept der Kulturellen Landpartie war damit geboren.]

Wundester Punkt von allen: Gorleben

1990 startete schließlich die erste Landpartie, damals noch unter dem Titel „Wunde.r.punkte Wendland“, und präsentierte mit zehn Veranstaltungen und drei Kunsthandwerken die wunderbaren Punkte der Region. Fünf Jahre später wurde der „Ort der Begegnung und des Austausches“ schließlich umbenannt in die heutige Kulturelle Landpartie. Seitdem ist das Event zwischen Himmelfahrt und Pfingsten zu einer echten Kulturveranstaltung herangewachsen, die basisdemokratisch ohne jedwede öffentliche Förderung vom Verein Kulturelle Landpartie e. V. organisiert wird – und dabei gleichzeitig das ursprüngliche Anliegen niemals aus den Augen verliert: den wundesten Punkt von allen – Gorleben. Während der 28. Kulturellen Landpartie wird dem Thema ein ganzer Tag gewidmet, am 2. Juni.


Die wendländischen Vier

Insgesamt sind in diesem Jahr 121 Wunde.r.Punkte, 611 Ausstellungen und 858 Veranstaltungen angekündigt, darunter auch die Luftakrobatik von Lou und Leni in Beesem Nr. 20 oder Majanne Behrens, die in Beesem Nr. 6 die „wendländischen Vier“ besingt, die – anders als die Bremer Stadtmusikanten – ihr Glück nicht in der Stadt, sondern zu Hause im Wendland suchen. Eine Ziege, ein Biber, eine Fledermaus und eine Störchin schmieden darin den Plan für eine neue Konferenz der Tiere. Das Motto der wendländischen Konferenz der Tiere: Fantasie an die Macht!


Erkundung mit dem Fahrrad

Sämtliche Veranstaltungen und Termine finden sich wieder im Reisebegleiter, der den Besuchern Orientierung und Hintergrundinformationen zu den einzelnen Veranstaltungen bietet. Die einzelnen Wunde.r.Punkte sind darin alphabetisch geordnet, es gibt Tourenvorschläge für Radfahrer, einen Veranstaltungsteil und ein nach Gewerken geordnetes Personenregister. „Die Landpartie ist am schönsten mit dem Fahrrad zu erkunden ist. Mit dem Fahrrad gibt es keine Parkprobleme“, betont Monika Bischoff vom Verein Kulturelle Landpartie e. V. Das 368 Seiten starke Programmheft ist seit Ostern erhältlich und kann in vielen Läden des Landkreises Lüchow-Dannenberg, in Hamburg, Lüneburg, Uelzen und an den Ausstellungsorten für 5 Euro erworben oder direkt im Büro des Kulturelle Landpartie e. V., Drawehner Straße 2, 29439 Lüchow bezogen werden.

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Majanne Behrens besingt die wendländischen Vier, die, anders als die Bremer Stadtmusikanten, ihr Glück nicht in der
Stadt, sondern zu Hause im Wendland suchen.
Foto: Kulturelle Landpartie


hl



Bild "Cover_Kirchen_Kloester_Kapellen.jpg"Eine faszinierende Reise durch 1000 Jahre lebendige Kirchengeschichte und
Baukunst in Niedersachsen.

ISBN 978–3–940189–14–1
1. Auflage; Erscheinung: Dezember 2015
Hardcover, Umfang: ca. 200 Seiten
Autor: Christian Wiechel-Kramüller
Verlag: Bahn-Media Verlag, Telefon: 05820 970 177 0
Im Buchhandel erhältlich oder direkt beim Verlag: orga@bahn-media.com


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