Wipperau-Kurier
Bild "Layout:WK-stoerer-header-titel-AusbildUStellmarkt-190h.png"

Neues Kreishaus

Uelzens größtes Bauprojekt


Wer öfter den Weg über das Albrecht-Thaer-Gelände einschlägt, konnte persönlich verfolgen, wie das neue Kreishaus nach und nach Form angenommen hat. Seit dem ersten Spatenstich im Oktober 2019 hat sich eine Menge getan, mittlerweile steht der imposante Bau kurz vor der Fertigstellung. Der Wipperau-Kurier durfte die Baustelle im September ausführlich besichtigen und hat die wichtigsten Fakten zusammengetragen.

Rund 50.000 Kubikmeter Erdaushub, 14.500 Kubikmeter Beton, 2050 Tonnen Bewehrungsstahl, 4000 Kubikmeter Mauerwerk, 176.900 Steine für die Verblendung und 177 Kilometer Starkstromleitungen – das sind nur einige Zahlen, die eindrucksvoll verdeutlichen, in welchen Dimensionen das Projekt Kreishausneubau tatsächlich angesiedelt ist. In dem partiell bis zu vier Stockwerken fassenden Gebäude auf 4753,45 Quadratmetern Grundfläche finden insgesamt circa 120 Doppel- und 135 Einzelbüros ihren Platz, zusätzlich gibt es noch ein Untergeschoss mit witterungsgeschützten Parkplätzen für die Mitarbeiter in der Tiefgarage. Neben den reinen Büroarbeitsplätzen wurden außerdem zahlreiche Sonderflächen für Wartebereiche, Teeküchen, sanitäre Anlagen, Besprechungsräume sowie Archive und Lagerräume eingerichtet. Als besondere Anforderung sind der Neubau einer Feuerwehreinsatz- und Rettungsleitstelle und eines Rechenzentrums im dritten Obergeschoss zu nennen – hier brauchte es spezielle Fachplaner, um die erhöhten Sicherheitsanforderungen zu gewährleisten.

Bild "Aussen_Seitenansicht.jpg"

Moderne Form, funktionale Aufteilung und nahhaltige Energieversorgung: Das neue Kreishaus setzt Maßstäbe.

Moderne Lösungen

Gegenüber dem jetzigen Standort haben sich viele Dinge zum Besseren verändert. Die Büros sind hinsichtlich des Raumklimas und der EDV-Ausstattung moderner geworden, es gibt nun zusätzliche Bewegungsflächen sowohl für Kunden als auch für Beschäftigte. Letztere finden im dritten Obergeschoss sogar einen Fitnessraum für das schnelle Training in den Pausenzeiten vor. Die moderne Arbeitswelt spiegelt sich auch in den neuen Tele-Arbeitsplätzen wider. Gemeint sind hiermit Arbeitsplätze, die sich Mitarbeiter, die kein eigenes Büro benötigen, teilen können.
Auch an die Umwelt wurde gedacht: Die Energiegewinnung durch eine auf dem Dach installierte Photovoltaikanlage sorgt für Nachhaltigkeit.
Das neue Kreishaus wird auch bürgerfreundlicher: Durch die Zentralisierung von Ämtern, die derzeit in Außenstellen untergebracht sind (etwa Veterinäramt, Bußgeldstelle, Umweltamt, Schul- und Kulturamt) wird die Erreichbarkeit vereinfacht. Selbstverständlich werden alle Bereiche künftig auch barrierefrei über Aufzüge erreichbar sein, ein öffentlich zugänglicher Parkbereich für Kunden direkt vor dem Kreishaus ist ebenfalls vorgesehen. Wer in Zukunft das große, mit viel Glasflächen gestaltete Foyer betritt, findet dank eines ausführlichen Wegeleitsystems schnell den gewünschten Ansprechpartner.
Trotz der besonderen Corona-Situation soll es laut Projektleiter, Dipl.-Ing. Jan Meyer von der ausführenden Firma Depenbrock zu keinen Verschiebungen kommen und der avisierte Termin der Fertigstellung im Juni 2022 eingehalten werden.
Zum Ende des Jahres soll der komplette Ausbau fertig sein, 2022 folgen dann die Möblierung, die Gestaltung der Außenanlagen, die Sachverständigen-Abnahmen sowie eventuell nötige Regulierungen und Nacharbeiten.
Erfreulich: Unter den rund 50 am Bau beteiligten Firmen sind auch zahlreiche Unternehmen aus der Region zu finden. Derzeit sind täglich 100 bis 130 Handwerker auf der Baustelle tätig.
oh

Bild "Foyer_Aussenansicht.jpg"

Das Foyer des neuen Kreishauses wirkt durch die Glasfront hell und einladend.
Fotos (2): oh